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Sonderpädagogisches Förderzentrum Passau

Presse 2012

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Stütz- und Förderklassen: Nur noch eine fehlt
Konzept fast komplett umgesetzt − Franz-Xaver-Eggersdorfer-Schule Vilshofen wünscht Einführung erst 2013/14
am 26.03.2012 in der PNP

 

Von Carola Brunner

Passau/Vilshofen. Vor ziemlich genau einem Jahr hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistages ein Konzept verabschiedet, das vorsieht, in den sonderpädagogischen Förderzentren Hauzenberg, Pocking, Vilshofen und Passau sogenannte Stütz- und Förderklassen (SFK) einzurichten. Geplant war, bis zum Beginn des Schuljahres 2012/13 an jedem Standort eine solche Klasse jeweils für die Grund- beziehungsweise Hauptschulstufe einzurichten. Dieser Zeitplan wurde weitgehend eingehalten. In der jüngsten Sitzung allerdings beschloss der Jugendhilfeausschuss eine Änderung − auf Wunsch der betreffenden Schule.

 An der Michael-Atzesberger-Schule in Hauzenberg und an der Anne-Frank-Schule in Pocking ist das Ziel erreicht: An beiden Einrichtungen gibt es je eine SFK für Grund- und eine für Hauptschüler. An der Franz-Xaver-Eggersdorfer-Schule in Vilshofen und an der Hans-Bayerlein-Schule in Passau wurden zwischenzeitlich SFK als Ganztagesklassen für Grundschüler eingerichtet. Der Landkreis hat die nötigen Sozialpädagogen angestellt − plus eine zusätzliche pädagogische Fachkraft in Vollzeit, die als Springer eingesetzt wird.

Was noch fehlt, sind die Hauptschul-SFK in Passau und Vilshofen. An der Hans-Bayerlein-Schule wird diese mit Beginn des nächsten Schuljahres eingerichtet, den entsprechenden Wunsch hatte die Schule im Januar noch einmal schriftlich bekundet. Die Kosten für die pädagogische Fachkraft, die zunächst für zwei Jahre befristet beschäftigt wird, trägt der Landkreis. Doch die Stadt Passau muss ihren Beitrag leisten − abgerechnet wird anteilig anhand der Anzahl der Schüler aus Stadt beziehungsweise Landkreis.

Anders verhält es sich im Fall Vilshofen. Das dortige Förderzentrum möchte den Zeitplan ändern, die Einführung der SFK für den Hauptschulbereich um ein Jahr auf 2013/14 verschieben. Dafür nannte die Schule in einem Schreiben zwei Gründe: die angespannte Raumsituation und die Tatsache, dass aktuell kein dringender Bedarf für eine Hauptschul-SFK besteht. Der Jugendhilfeausschuss kam daher überein, sich Anfang nächsten Jahres erneut mit dem Thema zu befassen.

In den Stütz- und Förderklassen werden bis zu acht Schüler mit besonderen Auffälligkeiten ganztags von einer sonderpädagogischen Lehrkraft und einer Jugendhilfe-Fachkraft betreut.